Dank einer Förderung von der Nds. Bingo-Umweltstiftung konnten Gerätschaften im Wert von knapp 9.000 € zur Fischrettung angeschafft werden. Die Klimaveränderungen werden auch in den Gewässern in Apen immer bemerkbarer. Im Jahr 2023 musste der SFV Apen e.V. insgesamt 4 Fischsterben bewältigen. Neben eigenen Gewässern waren auch ein Gewässer der Gemeinde Apen und ein Zulauf der Ollenbäke in Westerstede betroffen. Bei einem der größeren Einsätze am Untersten Weg konnten dankenswerterweise die Gerätschaften zur Wasserbelüftung des Fischervereins Scheps e.V. ausgeliehen werden.

Durch diese und den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Apen konnte das Wasser einigermaßen gut umgewälzt werden. Nach dem Einsatz der Feuerwehr wurden die Gerätschaften des FV Scheps weitere 4 Tage fast autark weiter betrieben. Dies hat in dem doch recht großen Gewässer zu einer bemerkbaren Sauerstoffanreicherung geführt. Aufgrund dessen hat sich auch der Vorstand des SFV Apen eine solche Beschaffung fokussiert.


In Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Weser-Ems wurden die Antragsunterlagen vorbereitet und ein Antrag bei der Nds. Bingo-Umweltstiftung gestellt. Dieser wurde erfreulicherweise vollumfänglich genehmigt, sodass rund 84 % der Kosten übernommen werden. Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter https://www.bingo-umweltstiftung.de/.

Neben einem neuen großen Fischbehälter zum fischgerechten Transport von umzusetzenden Fischen wurde auch ein neues kleines Sauerstoffmessgerät beschafft, auf welches zukünftig alle Vorstandsmitglieder eingewiesen werden und Zugriff haben. Da zumeist Sauerstoffarmut zu einem Fischsterben führt, welches vielfältige Ursachen haben kann, ist hierdurch eine schnelle Messung garantiert und die weiteren Maßnahmen können zeitnah in die Wege geleitet werden. Allein der Wert eines solchen Sauerstoffmessgerät beträgt über 1.000,00 €.

Ein Schaufelrad zum Umwälzen des Oberflächenwassers und zur Sauerstoffanreicherung soll zukünftig über ein Solarpaneel betrieben werden. Dieses Gerät kann komplett autark an Gewässern betrieben werden und eignet sich gerade für kleinere und flachere Teiche. Daneben soll ein Turbo-Jet unter der Wasseroberfläche einen starken Wirbel erzeugen und dadurch die zugeleitete Luft mitreißen und diese feinst im Wasser verteilen. Hierdurch werden eine gerichtete Strömung und ein Sauerstoffeintrag erreicht. Der Turbo-Jet soll über ein Aggregat betrieben werden, da es im Gegensatz zum Schaufelrad mehr Strom benötigt. Das Besondere an dem neuen Aggregat ist, dass es mit Gas sowie mit Benzin betrieben werden kann. In besonders schützenswerten Bereichen, an denen die Gewässer des SFV Apen oftmals liegen, muss somit nicht mit schädlichem Treibstoff hantiert werden. Weiter wurde ein E-Motor für den schnellen und einfachen Einsatz auf unseren Teichen beschafft. Dieser soll hinter das vor kurzem von Herrn Scheiwe aus Augustfehn gespendete Schlauchboot angebracht werden. Damit besitzt der SFV Apen ein relativ leichtes und von 2 Personen tragbares Gespann für den Einsatz auf unseren Teichen.

Im nächsten Jahr wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit den Gerätschaften befasst. Hierbei muss das Augenmerk auch auf den Einsatz in unseren besonderen tideabhängigen Gewässern gelegt werden. Zudem ist geplant, die Gerätschaften auf einem noch zu beschaffenden abschließbaren Kofferanhänger zu verlasten, damit diese schnell und möglichst von einer Person zum Einsatzort geholt werden kann. Hierfür werden noch Ideen erarbeitet aber auch Spender gesucht.

Der Vorstand des SFV Apen e.V und seine über 800 Mitglieder bedanken sich bei der Bingo-Umweltstiftung für die großzügige Zuwendung und dem Landesfischereiverband Weser-Ems für deren fachliche Unterstützung. Hierdurch ist zukünftig ein zeitnahes Einschreiten bei Fischsterben in unseren aber auch in fremden Gewässern zur Vermeidung unnötigen Tierleids möglich.

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